Viren – die modernen Krankmacher im Betrieb

Ein Computer-Virus ist der Alptraum jedes Betriebs. Die Schadsoftware schleicht sich in die Systeme ein, späht Kontodaten oder wichtige Geschäftsverbindungen aus und legt möglicherweise in der Folge sogar das gesamte Unternehmensnetzwerk lahm. Täglich tauchen mehr als 25.000 neue Computer-Viren auf. Aber wie kann man sich vor diesen schützen und gibt es gute Tipps zum Viren entfernen, für die Momente, in denen es bereits zu spät ist?

Wie sollte man seinen Computer vor den Bedrohungen aus dem Netz schützen?
Die Gefahren durch die Schadsoftware aus dem Netz sind so groß geworden, dass einige Konzerne bereits begonnen haben, eine Parallelstruktur in ihrem IT-System zu errichten. Sie haben ein Netzwerk errichtet, das völlig vom Internet getrennt ist und über das sämtliche sensible Daten getauscht werden, wodurch das zweite mit dem Web verbundene Netzwerk keine Gefahr für das Unternehmen bedeutet. Doch diese Prozedur ist überaus kostenintensiv. Sinnvoller ist es deshalb, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.

Dazu gehört es, einen ständig auf dem neuesten Stand befindlichen Virenschutz zum Betrieb der Computer zu verwenden. Zusätzlich sollte man seine Daten regelmäßig auf einer externen Festplatte sichern. Neue Dateien sollten, insbesondere wenn sie im Anhang von Emails kommen, stets vor dem Öffnen mit dem Scanner des Virenschutzes durchleuchtet werden. Aus diesem Grund sollte der Email-Client (Outlook, Thunderbird, etc.) nicht so eingestellt sein, dass Anhänge automatisch geöffnet werden. Ist man sich unsicher, ist es ratsam, beim Absender nachzufragen, ob dieser überhaupt eine Mail geschickt hat (gerade in Firmen verbreiten sich Viren durch Mails in rasender Geschwindigkeit). Generell gilt zudem: Man sollte nie eine Datei mit einer unbekannten Endung öffnen. Neben dem Virenschutz sollte man außerdem regelmäßig einen Registry-Cleaner verwenden, den Computer in gleich bleibenden Abständen defragmentieren und keine unüberlegten Downloads tätigen.

Wie wird man einen Virus wieder los?
Aber was, wenn es bereits zu spät ist und der Computer bereits von einem Virus befallen wurde? Es gibt bedauerlicherweise nur einen Weg, mit dem man tatsächlich komplett sicher sein kann, die Schadsoftware beseitigt zu haben: Man muss die Festplatte formatieren und das Betriebssystem neu aufspielen. Zuvor sollte man keine Datensicherung machen, wenn nicht weiß, wo der Virus sich versteckt hält, weil man diesem auf diese Weise möglicherweise eine elegante Fluchtmöglichkeit bietet und der Ärger erneut beginnt. Deshalb sind regelmäßige Datensicherungen zuvor von so enormer Bedeutung.

Will man das System nicht neu aufspielen, muss das Antivirenprogramm zum Einsatz gebracht werden. Vermutlich hat dieses den Virus erkannt und Alarm geschlagen. Es ist ratsam, vor der Bekämpfung der Schadsoftware das jüngste Update des Virenschutzes herunterzuladen, weil so die Chance am größten ist, dass dieses den Virus nicht nur erkennt, sondern auch beseitigen kann. Der Scanner wird zeitgleich die gesamte Festplatte durchleuchten, um sicher zu gehen, dass sich der Virus nicht an einem weiteren Ort versteckt hält. Wichtig ist dabei, dass man keinesfalls zwei Programme zeitgleich laufen lassen sollte, da sich diese gegenseitig behindern. Wenn der Virenschutz die Malware nicht beseitigen kann, aber immerhin den Aufenthaltsort verrät, kann man versuchen, diesen in der Registry separat zu löschen oder immerhin zu isolieren. Gelingt dies nicht, bleibt nur die erste erläuterte Variante, die dann nach Möglichkeit von einem Experten (zum Beispiel dem Unternehmensadministrator) durchgeführt werden sollte, da die Bedrohung ernsthaft ist.