Fahnen – eine Werbemittel mit Tadition

Die Fahne: Ein Zeichen der Seriosität

Die Geschichte der Fahne ist schon unglaublich alt. Nachweislich trugen schon die Armeen des antiken Griechenlands derartige Erkennungszeichen mit sich. Sie waren ein Zeichen des Machtanspruchs des Herrschers über das Land und die Soldaten. Die Fahne war deshalb in aller Regel entweder mit dem Wappen des Hauses des Herrschers geschmückt oder aber mit dem Symbol seiner Religion. Im Laufe der Jahrhundert wuchs die Fahne über die Rolle eines Herrschaftszeichens eines Königs hinaus. Doch sie blieb politisch: Auch die Republiken und später die Nationalstaaten behielten die Fahne als Erkennungs- und Wahrzeichen bei. Bis heute denken die Menschen, wenn sie den Ausdruck „Fahne“ hören, erst einmal an die Flagge des eigenen Staats. Die Amerikaner schwören sogar „auf die Flagge“. Dabei ist jedem US-Bürger völlig klar, dass damit selbstverständlich die Stars and Stripes gemeint sind. Durch die enge Bindung an die Staaten und die Funktion als Identifikationsobjekt genießt die Fahne einen ausgezeichneten Ruf. Die Menschen verbinden sie mit seriösen Anliegen. Kein anderes Staatssymbol in Deutschland hat beispielsweise so große Zustimmungswerte wie die schwarz-rot-goldene Flagge.

Seriosität ausnutzen und mit Fahnen werben

Für die Werbebranche ist die Fahne aus diesem Grund ein Geschenk. Denn die Menschen betrachten sie nicht als natürliches Werbemittel, dem sie von Natur aus skeptisch gegenüber stehen. Schon vor Jahren begannen die ersten Unternehmen deshalb gezielt, Flaggen dazu zu verwenden, um für sich selbst zu werben. Die Hoffnung dahinter besagte, dass man vielleicht einen ähnlichen hohen Wiedererkennungswert wie die politischen Flaggen erreichen könnte. Das berühmteste Beispiel lieferte Apple. Die Gründer des berühmten Telekommunikationsunternehmens hissten als Gründungsakt des eigenen Unternehmens eine Fahne mit dem angebissenen Apfel. Der Wiedererkennungseffekt dieses untypischen Logos ist bis heute ungebrochen.

Die Fahne als Werbemittel: Möglichkeiten und Grenzen

Die Fahne ist aus diesem Grund das perfekte Werbemittel, wenn es darum geht, einen Wiedererkennungseffekt und eine positive Anknüpfung an das eigene Unternehmen bei den Menschen zu erzeugen. Doch damit stößt sie auch an ihre Grenze: Eine Fahne kann effizient nur immer für das große Ganze werben und hoffen, dass sich die Menschen anschließend innerlich mit dem Beworbenen etwas weiter beschäftigen. Je detaillierter die Werbung werden würde, desto geringer wäre der Effekt. Würde eine Bank beispielsweise Fahnen fertigen lassen, auf denen sie für die Erhöhung ihrer Tagesgeldzinsen werben würde, so würde kaum ein Kunde darauf ansprechen. Fahnen sind immer dann ein effizientes Werbemittel, wenn die Menschen gar nicht bemerken, dass sie werben. Wer eine Flagge von Apple sieht, der denkt meist nur, dass dort also eine Vertretung des Konzerns ist und setzt sich im Idealfall anschließend gedanklich mit den Produkten des Hauses auseinander. Dass damit ein wirksamer Werbeeffekt stattgefunden hat, bemerkt er gar nicht.