Besitzer eines Computers müssen heutzutage mit den unterschiedlichsten Problemen zurechtkommen. Passende Treiber finden, bei der Auswahl von Peripheriegeräten auf eine passende Kompatibilität achten und daneben immer wieder Software suchen, die das eigene Betriebssystem unterstützt. Beim letzten Punkt könnte eine wichtige Software eine Lösung anbieten, die viele Nutzer begeistern dürfte.
Parallels Desktop heißt die Anwendung, mit welcher es möglich werden soll, bequem gleichzeitig zwei Betriebssysteme auszuführen und auf diesem Weg mehr Anwendungen nutzen zu können, als sonst möglich. So sollen alle Programme unabhängig vom eigenen Betriebssystem laufen. Doch wie genau funktioniert diese Technik und wo trifft man auf Grenzen?
Parallels Desktop vorgestellt
Hinter Parallels Desktop steckt eine praktische Anwendung, die sich Windows-Computern sowie Macs installieren lässt. Ist dieser Schritt getan, können auch schon Anwendungen des jeweils anderen Betriebssystems gestartet werden. Hierfür wird ein separater Ordner angelegt, wo das neue System sämtliche nötigen Systemdateien ablegt. So würde ein Mac die zahlreichen Dateien von Windows in einem Ordner lagern und z.B. neu installierte Programme hier ebenfalls ablegen, wie empfangene E-Mails, die über das neue Betriebssystem eingehen.
Um die beiden Systeme nutzen zu können, wird zu Beginn der Computer gestartet. Dieser fährt mit Mac OS oder Windows hoch, wonach Nutzer dann Parallels Desktop starten. Nun können sie das zweite Betriebssystem auswählen, welches dann, wie üblich, mit einem kurzen Ladevorgang gestartet wird. Bequem kann nun jederzeit zwischen Fenstern gewechselt werden, um bestimmte Programme zu steuern, Daten auszutauschen und damit mit nur einem Computer zwei komplett verschiedene Betriebssysteme kontrollieren zu können. Ist man dann fertig, lässt sich die Software, nach dem Speichern aller Dateien einfach runterfahren.
Grenzen der Anwendung im Blick behalten
Bei einer genaueren Untersuchung wird man feststellen, dass die Anwendung Parallels einige Grenzen hat, die ein fließendes und gleichzeitiges Nutzen von Windows- und Mac-Computern erschweren. Zu finden sind diese bei dem Punkt Leistung. Wird ein PC mit Windows mit einem weiteren Betriebssystem gestartet, muss er mit der vorhandenen Leistung nicht nur die eigenen Programme versorgen, sondern gleichzeitig auch dem neuen System ausreichend Leistung reservieren. So passiert es schnell, dass einzelne anspruchsvolle Anwendungen nur stockend funktionieren und eine normale Nutzung erschweren.
Trotz dieses Problems ist Parallels eine wichtige Anwendung, die man keinesfalls unterschätzen dürfte. Denn es gibt sehr viele Programme, die keine zu große Leistung fordern und z.B. für den Arbeitsplatz wertvoll sind. Erwähnenswert seien z.B. Office-Anwendungen oder Tools für Entwickler zum Schreiben von Codes. Hier hat man gleichzeitig den Vorteil, dass man direkt sehen kann, wie sich die Dateien unter dem anderen Betriebssystem verhalten.